„Miteinander im Gespräch“
Neuer Gesprächskreis gibt Menschen mit früher Demenz eine Stimme
Einmal im Monat treffen sich Betroffene, um offen über ihren Alltag, ihre Ängste und ihre Erfahrungen zu sprechen – in einem geschützten Rahmen, der Mut macht statt Mitleid weckt.
Eine Demenzdiagnose verändert das Leben – doch sie muss nicht zur Sprachlosigkeit führen. Genau hier setzt das neue Angebot „Miteinander im Gespräch“ an: ein monatlicher Gesprächskreis speziell für Menschen, deren Alltagskompetenz trotz einer frühen Demenzerkrankung noch weitgehend erhalten ist.
Der erste Termin findet am Montag, 19. Oktober 2026, von 15:00 bis 16:00 Uhr in der Begegnungsstätte „Vielfalt“, Kurhausstraße 43 im Stadtteil Bad Münster am Stein statt. Danach trifft sich der Gesprächskreis jeden dritten Montag im Monat.
Geleitet wird der Gesprächskreis von Monika Kleinert, Krankenschwester und Fachkrankenschwester für Gerontopsychiatrie. Seit vielen Jahren moderiert sie für die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz Gesprächskreise zum Thema Demenz in der Region. Mit „Miteinander im Gespräch“ richtet sie ihr Engagement nun erstmals direkt an Menschen mit einer frühen Demenz.
Anders als viele bestehende Unterstützungsangebote richtet sich „Miteinander im Gespräch“ nicht an Angehörige, sondern direkt an die Betroffenen selbst. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung, dass Menschen mit einer frühen Demenzdiagnose ihre Erkrankung häufig sehr bewusst wahrnehmen – und genau deshalb den Austausch mit anderen suchen, die Ähnliches erleben.
„In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie befreiend es für Betroffene ist, offen über ihre Erkrankung sprechen zu können – ohne Angst, falsch verstanden zu werden. Genau diesen Raum möchte ich mit dem neuen Gesprächskreis schaffen“, erklärt Monika Kleinert.
Eine Anmeldung ist unbedingt nötig:
Monika Kleinert, Tel.0160-91347110
monika.kleinert@franziskanerbrueder.org
Neueste Kommentare