Andrea Thimmig referiert bei der VHS Bad Kreuznach zum Thema Umgang mit Menschen mit Demenz. Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Sonja Unger

Eine Demenzerkrankung bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich, denn der Umgang mit Demenz erfordert vor allem Verständnis und Geduld – sowohl für Angehörige, für Betreuer, aber auch für die Betroffenen selbst. Das Krankheitsbild bedeutet, dass sich das Zusammenleben völlig verändert. Symptome wie Gedächtnisverlust und zunehmende Orientierungslosigkeit bei Betroffenen verstärken sich oftmals, wenn Mitmenschen mit Frustration und Ungeduld darauf reagieren. Deshalb ist es wichtig, sich über diese Erkrankung zu informieren. Im Vortrag „Umgang mit Menschen mit Demenz“ geht Altenpflegerin Andrea Thimmig vom Wohnpark Sophie Scholl der Stiftung kreuznacher diakonie darauf ein, wie man Menschen mit demenziellen Erkrankungen pflegt und wie man sie aktiv im Alltag unterstützt. Der Gesundheitsvortrag der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie findet in Kooperation mit der VHS Bad Kreuznach am Mittwoch, 8. April, um 17 Uhr, im Haus des Gastes in der Kurhausstraße 22-24 in Bad Kreuznach statt. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Pflegende Angehörige können sich an unterschiedlichen Pflegestützpunkten, zum Beispiel in Bad Kreuznach und Kirchberg, kostenlos und unverbindlich beraten lassen. Sie können sich aber auch direkt an die Pflegeeinrichtungen in Bad Kreuznach wenden – neben dem Wohnpark Sophie Scholl gibt es noch das Elisabeth Jaeger Haus und das Haus St. Josef. Und wer auf Pflege und Unterstützung Zuhause angewiesen ist, kann sich an die Diakonie Sozialstation in der Ringstraße wenden.

„Erhalten Betroffene die Diagnose Demenz, löst dies bei vielen im ersten Moment Ängste, Sorgen und viele Fragen aus. Besonders wichtig ist es, im Alltag aktiv zu bleiben und seine Hobbies, Ausflüge und privaten Aktivitäten so lange beizubehalten, wie es möglich ist. Ist man agil und beweglich, kann man Erlerntes länger beibehalten und bewahrt sich ein gewisses Maß an Selbstständigkeit“, erklärt die Pflegeexpertin Andrea Thimmig. „Stellt man fest, dass solche Dinge zunehmend schwerer fallen, sollte man sie nicht vollständig aufgeben, sondern sie entsprechend anpassen. Hierbei ist eine klare Struktur wichtig, die möglichst feste Zeiten beinhaltet. Wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen, die Demenz zu verstehen und mit ihr zu leben.“

Mehr Informationen über die Seniorenhilfe finden Sie hier: www.kreuznacherdiakonie.de/angebote/wohnen-und-leben-im-alter/